Österreich rückt immer näher: neue Verbindungen zum Hafen von Triest

17.04.2020 – 15.20 – Anlässlich des dreihundertjährigen Jubiläums der Freihafenkonzession (1719-2019) hat der die Behörde des Triester Hafens zwei Memoranden unterzeichnet, jeweils mit den Eisenbahngesellschaften ÖBB-INFRA und Rete Ferroviaria Italiana (RFI) sowie Rail Cargo Austria (RCA).
Dabei handelte es sich um Vereinbarungen, die darauf abzielten, die Eisenbahninfrastruktur im Rahmen einer gegenseitigen Zusammenarbeit zu entwickeln (und zu koordinieren).
Diese Aufmerksamkeit für den Eisenbahnverkehr trägt nun Früchte, denn in einer Zeit der allgemeinen Krise verstärkt Triest die Eisenbahnverbindungen, insbesondere mit Mitteleuropa, allen voran Wien und Prag.
Wie die Fachzeitungen bemerkten, ist seit einigen Tagen im Triester Hafen ein NonStop Dienst für den Transport von Gütern in Containern nach Wien in Betrieb.
Die Behörde hat heute über die gesamte Bandbreite der neuen Schienenverkehrsdienste berichtet, darunter:

  • ein kompletter Zugdienst, der von Triest aus Wien und Linz mit 2 Zügen pro Woche
    erreicht
  • ein direkter Dienst zwischen Triest und Wien, der in erster Linie den Bedürfnissen
    des österreichischen Marktes der Firma MSC entspricht, mir einer Fahrt pro Woche
  • eine direkte Verbindung zwischen Triest und Salzburg, die bis zweimal pro Woche
    aktiv sein wird
  • ein Einzelwagenladungsanschlusssystem, das als Back-up für zusätzliche
    Mengennachfrage dient und Wolfurt, Salzburg, Linz und Wien verbindet

Die Tschechische Republik wurde auch nicht vergessen, hier wurde eine bereits in Betrieb genommene Eisenbahnverbindung für das dänische Speditions- und Logistikunternehmen DFDS angelegt, die den in der Tschechischen Republik vorherrschenden Straßentransport ersetzen konnte. Normalerweise setzte DFDS Lastwagen ein, um große Industriemengen vom Hafen in die Tschechische Republik zu transportieren.
Dank der Aktivierung einer Eisenbahnlinie innerhalb des Hafens, die aus der Zusammenarbeit zwischen Adriafer und Alpe Adria hervorgegangen ist, war es möglich, diese Güter mit Sattelaufliegern und Wechselbehältern, die von den von DFDS betriebenen Fähren (Ro-Ro) kommen, per Zug zu befördern.

Der Triester Hafen rüstet sich auch für den Umschlag großer Warenmengen über lange Zeiträume durch Lagerhäuser und angemessene Lagerung, denn auch wenn große Mengen von Produkten und Materialien aus China eintreffen, bleibt der größte Teil Europas, einschließlich Italiens, in mehr oder weniger restriktiven Formen der  Abriegelung geschlossen.
Deshalb wollen wir die Güterverkehrszentren Triest, Cervignano und das Logistikgebiet von FREEeste nutzen, auch dank der Vorteile, die der die Freihafenlizenz bietet.

Michael Guggenbichler translation

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